Eine klare Meinung dazu hat der Kunde des Media-Markts, glaubt man der Werbeagentur der Elektrokramladenkette. Nun kann man darüber geteilter Meinung sein und argwöhnen, Agentur und Auftrageber hielten den Kunden tatsächlich im Gegenteil für derart blöd, dass er der Werbung willenlos hinterher stolpert und brav sein Geld für den Krempel an die Kasse trägt. Ganz schön blöd jedenfalls war, wer sich für noch schlauer hielt und die letzte Lärmkampagne besonders clever auszutricksen versuchte.
(Quentin Tarantino, USA/D 2009, 153 Minuten) Brad Pitt, eine Latte wohlwollender Kritiken und die nicht-tot-zu-kriegende Erinnerung an "Pulp Fiction" verschwören sich, um den arglosen Filmfan zu Tarantinos neuestem Werk ins Kino zu locken. Spätestens nach der ersten von gut zweieinhalb Stunden dämmert einem dann, was man schon nach "Death Proof" befürchtet, aber erfolgreich verdrängt hatte - obwohl man durch den Namen Til Schweigers gewarnt hätte sein sollen.
(Bauhaus, 2008) Vor ein paar Monaten kramte ich die letzte Platte der ehemaligen Goth-Formation Bauhaus heraus, um sie an dieser Stelle vorzustellen. Da sich die Band 1983 mehr oder weniger aufgelöst und hernach nie wieder eine gemeinsame Platte aufgenommen hatte, hielt ich das für einen sicheren Nachruf, 25 Jahre posthum. Ironischerweise war das weit gefehlt: Nur Wochen später kam Bauhaus mit einem neuen letzten Album heraus.
(Douglas Adams, 1979 - 1992) Britischer Humor - oder das, was man auf der Insel als solchen ausgibt - ist bekanntlich nicht jedermanns Sache. Man denkt schaudernd an Benny Hill und derlei Scheußlichkeiten. Oder fragt sich wieder einmal fassungslos, wie die Monty Phthons es trotz Abwesenheit jedweder Komik in den weltweit gültigen 'Das ist sooo lustig'-Status schafften. Anders sieht das mit Douglas Adams aus, dem bislang einzigen Schöpfer einer vierteiligen Trilogie in fünf Bänden.



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