:: im Visier
"I'd rather go naked than wear fur" hieß mal das Motto, mit dem nett anzuschauende Models wie Crawford oder Campbell mehr oder minder unbekleidet auf Plakaten gegen Pelzmäntel posierten. Das ist rund zehn Jahre her, und zehn scheint auch die magische Zahl beim Errechnen der Pelzkauf- und -trage-Wahrscheinlichkeit.
Genialer Coup vom Innenminister: Der braunen Brut kommen wir am besten bei, indem wir die Versammlungfreiheit einschränken. Dafür müsste man nur eine zackige Gesetzesvorlage einbringen und dabei mit dem Zeigefinger auf Nazi-Demos und ähnliche Kollateralschäden der Demokratie zeigen.
Wissen Sie, warum's Opel so schlecht geht? Ich meine, jetzt mal abgesehen von den üblichen Stammtischmeinungen à la "liegt doch auf der Hand, unfähiges Management" (linker Haken) oder "kein Wunder, der Belegschaft geht's einfach zu gut, den faulen Säcken, den faulen" (rechter Konter). Na? Nicht? Aber ich.
Populismus, das haben wir kürzlich gelernt, ist eine üble Sache - da lobt man sich doch eine grundehrliche Klientel-Politik: 1. weiß da jeder, woran er ist, 2. unterhält sie eine Menge Arbeitsplätze, und 3. ist im Gegensatz zum P. wenigstens niemand so bescheuert, beim Ausüben dieser Form von für-blöd-Verkaufen-der-Öffentlichkeit auch noch zu glauben, es höre jemand zu:
[der] Versuch, komplexe Sachverhalte wider besseres Wissen pauschalisierend der -> Volksmeinung angepasst zu nutzen, um ohne eigene Exponierung an -> Popularität zu gewinnen. P. wählt i. d. R. einen -> Buhmann persönlicher oder sachlicher Art als Zielscheibe u. ist begleitet vom beruhigenden Gefühl, von keiner Seite ernstzunehmenden Widerstand erwarten zu müssen. (Haarigs Dt. Wörterbuch)
... den der uneingeschränkte bayerische König mit Bundesambitionen, CSU-Häuptling und selbsternannte Retter der Nation in spe da gemacht hat, die überquellende schmutzige Wäsche der Partei der Saubermänner unter dem Deckel zu halten.
In Bunda Fazzo kämpft die Regierung derzeit mit einem ganz lästigen Problem: Die Bananen sind knapp, reichen nur für rund 85 Prozent der Menschen. Die werden allmählich ernsthaft sauer, weshalb die Politik ein Programm eingeführt hat, mit dem sie das Problem lösen und ein bisschen besser dastehen will.
Kaum windet sich George Bush in einem Lehrstück in Heuchelei, das so glaubwürdig ist wie ein 3 Dollar-Schein, da legt Tony Blair noch einen drauf: Er entschuldige sich zutiefst bei allen, die von britischen Soldaten im Irak misshandelt worden seien, verkündete er am 10. Mai zerknirscht vor den Mikrofonen.
Sascha, M., 29, arbeitslos, meets Stephen King. Häh? Ich erklär's Ihnen: Sascha hat uns in den letzten Wochen an jeder Ecke ungebeten sein Gesicht ins Blickfeld gehalten. Schuld daran ist RTL II. Die Macher des Senders sind bekanntlich zweite Liga, daher der Name. Sonst wären sie vielleicht bei RTL, aber so sind sie auf ewig verdammt, abgelegte Quotenhits aufzuwärmen.
Neulich wollte ich wegen Umzugs mein Telefon abmelden, um dann später in der neuen Bleibe mit einer neuen Nummer wieder ans Netz zu gehen. Sowas macht man heutzutage online. Unglaublich, was es auf der Website der Deutschen Telekom so alles gibt. Leider sieht man all das erst, wenn die Seite sich aufgebaut hat, und das kann über ein normales Modem schon dauern.

lesen


