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Der Sommer ist da. Das bringt Annehmlichkeiten, aber auch so manches Ungemach. Blütenpracht und laue Lüftchen locken eine Spezies heraus, die man sich lieber ersparen würde: Den Schönwetterradler (Homo Bicyclens Solis).

Mit der Rechtschreibreform, das ist mittlerweile auch dem letzten Enthusiasten klar, haben wir uns ein schönes Ei gelegt. Erst für viel Geld und mit viel aufgeregtem Lärm entwickelt, dann die Umsetzung geplant, dann stufenweise die Einführung vorgenommen - um irgendwo mittendrin festzustellen, dass die ganze Geschichte unausgegoren und nicht praxisgerecht ist.

Das musste wohl so kommen: Ist man mehrfach gründlich mit den Telefon- und Online-Absplitterungen der früheren Deutschen Bundespost (ja ja, so hieß die mal) zusammengerasselt, ist nun das Kerngeschäft dran.

Dieser Tage kommt ja der Simpsons-Film in die Kinos. Obwohl es sich bei der Serie zweifellos um eines der beeindruckendsten Kunstwerke des späten 20. Jahrhunderts handelte, kann man auf den Film vermutlich getrost verzichten.

Im Wettstreit um den profitablen Titel des dümmlichsten und damit werbewirksamsten Senders Münchens hat ein Konkurrent sich erstaunlich nah an den bislang unschlagbar scheinenden Titelverteidiger Radio Gong herangeschoben: Radio Charivari.

Auf Münchens Straßen bietet sich in diesem Frühjahr ein erstaunliches Bild - Fahrräder, die eigentlich gar keine sind. Um dem Phänomen auf den Grund zu gehen, muss man sich wohl oder übel die Menschen ansehen, die besagte Nicht-Räder mehr schlecht als recht zu steuern versuchen.

Ganz besondere Anlässe feiert man von altersher drei Tage, bevor man sich wieder dem Alltag zuwendet. Das gilt zweifelsohne auch für Rücktrittserklärung Edmund Stoibers - Zeit auszunüchtern also, die Flaschen aus dem Wohnzimmer zu schaffen und zu betrachten, was da eigentlich passiert ist.

Die Ernennung zum Innenminister scheint beim jeweiligen Objekt seltsame, bislang wissenschaftlich kaum erfasste psychische Veränderungen auszulösen. Wie sonst ist es zu erklären, dass die lange Folge wirrer bis lächerlicher Ideen nun auch den aktuellen Patienten in den Strudel ebenso dümmlicher wie hartnäckiger Anstrengungen reißt, sich ein für allemal zur Witzfigur zu machen?

In Politik und Wirtschaft streitet man ja derzeit gern, ob die Bahn nun an die Börse gehört oder warum nicht, mit oder ohne Schienen, unter oder trotz Mehrdorn und überhaupt. Von den Preisen spricht längst niemand mehr so recht, braucht's doch dafür mindestens Diplom-Mathematiker mit Zweitdiplom in Philosophie.

Kennen Sie diese Stelle in "Alice im Wunderland", an der die Königin erklärt, sie habe bisweilen schon vor Mittag etliche unmögliche Dinge geglaubt? Eine ähnlich phantastische Fähigkeit setzt sich in der Politik durch: Man fordert.

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