:: im Visier
Das neue Jahr ist noch keine Woche alt, da wird es schon zum ersten Mal ziemlich hart: Von jeder Ecke der Stadt herunter belästigt uns ein quietschbuntes Plakat mit beeindruckend dämlichen Visagen. Die dazu gehörenden Körper halten Wurf-drohend eine Torte hoch und zeigen mit Zahnpastareklamelächeln, dass sie natürlich nicht wirklich werfen wollen, nein, nein, keine Sorge.
10. November a. D. 2008 - wie die überschätzte Combo R.E.M. einst sang: 'It's the end of the world as we know it.' Die USA haben nach Jahren intellektueller Abstinenz einen kultivierten, demokratischen und afro-amerikanischen Präsidenten gewählt. Und Blickwendung.de hat optisch und technisch Anschluss ans Web 2.0 gefunden.
Es geht nicht mehr anders. Bevor die Miesmacher und Schwarzseher den Standort Deutschland mit ihrer Unkerei von wegen 'Servicewüste' noch kaputtreden, muss jemand das Wort ergreifen und die Wahrheit verkünden: Wir haben nicht zu wenig Service.
Der Sommer ist da. Das bringt Annehmlichkeiten, aber auch so manches Ungemach. Blütenpracht und laue Lüftchen locken eine Spezies heraus, die man sich lieber ersparen würde: Den Schönwetterradler (Homo Bicyclens Solis).
Mit der Rechtschreibreform, das ist mittlerweile auch dem letzten Enthusiasten klar, haben wir uns ein schönes Ei gelegt. Erst für viel Geld und mit viel aufgeregtem Lärm entwickelt, dann die Umsetzung geplant, dann stufenweise die Einführung vorgenommen - um irgendwo mittendrin festzustellen, dass die ganze Geschichte unausgegoren und nicht praxisgerecht ist.
Das musste wohl so kommen: Ist man mehrfach gründlich mit den Telefon- und Online-Absplitterungen der früheren Deutschen Bundespost (ja ja, so hieß die mal) zusammengerasselt, ist nun das Kerngeschäft dran.
Dieser Tage kommt ja der Simpsons-Film in die Kinos. Obwohl es sich bei der Serie zweifellos um eines der beeindruckendsten Kunstwerke des späten 20. Jahrhunderts handelte, kann man auf den Film vermutlich getrost verzichten.
Im Wettstreit um den profitablen Titel des dümmlichsten und damit werbewirksamsten Senders Münchens hat ein Konkurrent sich erstaunlich nah an den bislang unschlagbar scheinenden Titelverteidiger Radio Gong herangeschoben: Radio Charivari.
Auf Münchens Straßen bietet sich in diesem Frühjahr ein erstaunliches Bild - Fahrräder, die eigentlich gar keine sind. Um dem Phänomen auf den Grund zu gehen, muss man sich wohl oder übel die Menschen ansehen, die besagte Nicht-Räder mehr schlecht als recht zu steuern versuchen.
Ganz besondere Anlässe feiert man von altersher drei Tage, bevor man sich wieder dem Alltag zuwendet. Das gilt zweifelsohne auch für Rücktrittserklärung Edmund Stoibers - Zeit auszunüchtern also, die Flaschen aus dem Wohnzimmer zu schaffen und zu betrachten, was da eigentlich passiert ist.

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