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:: auf dem Plattenteller

(Mano Negra, Patchanka/Virgin, 1991) Manu Chao, Gott ja, kennen wir, kennen wir, das war doch dieser niedliche Latino, der vor paar Jahren diesen Sommer-Ohrwurm gemacht hat, und dann gleich zwei ganze Alben draus aufgegossen, konnte man irgendwann nicht mehr so recht hören, war das nicht der? Doch.

(The Libertines, Rough Trade, 2004) Erfolgreiche Musik ist in der Regel per definitionem schlecht. Dafür gibt's ungezählte Beispiele und außerdem als ultimativen Beweis Gong 96,3.

(Morcheeba, China Records Ltd., 1998) Es waren einmal ... Zwei Jungs und ein Mädel in einer englischen Stadt namens Portishead, die gingen hin und erfanden mit einem einzigen Album versehentlich einen neuen Musikstil, für den geplagte Kategoristen sich bald auf den dümmlichen Begriff Triphop einigten. Um diese Band soll es hier nicht gehen.

(Steamy Dumplings, 2004) Manches ist zum Glück nicht totzukriegen. Ska etwa, eine flotte Mischung aus einem Sack voll Einflüsse, bei dem vielen, wenn überhaupt, nur "Madness" einfällt. Auch die schafften aber Anfang der 80er nur einen Punk-inspirierten Ableger, die Wurzeln sind um einiges älter.

(Sixteen Horsepower, A&M Records, 1995) Es gibt Bands, die hecheln hinter Trends her und springen mehr oder minder erfolgreich auf, und solche, die sich um sowas einen Teufel scheren und lieber selbst welche setzen. Zu letzterer Kategorie gehört zweifellos 16 Horsepower, eine drei-Mann-Combo aus Denver/Colorado. Nach ein paar obskuren Wehen erschien 1995 ihr Debut "Sackcloth 'n' Ashes", mit dem sie ohne Anstrengung eine interessante Mischung salonfähig machten.

(Joe Strummer & the Mescaleros, Hellcat Records, 2003) Joe Strummer war mal Kopf der legendären englischen The Clash, die zwar Ende der Siebziger mit dem britischen Punk aufkam, aber sich davon vom Start weg absetzte: mehr Können, mehr Ideen, mehr Mut, Experimentierfreude und Politik anstatt "no future"-Gehabe...

(The Gun Club, Animal Records, 1984) Der "Gun Club", der sich von 1981 bis 1996 in einem wilden Strudel rund um Mastermind Jeffrey Lee Pierce drehte, gehört zweifelsohne zur Liga der umstrittensten und - sagt zumindest die "Pro" - Fraktion - wichtigsten amerikanischen Bands.

(Seeed, WEA/Warner, 2001 ) Reggae mögen alle gern, irgendwie. Bis auf paar hartgesottene Rasta-Men, die mit Dreadlocks, schlabbrigen Klamotten und "legalize it"-Buttons in einer Rauchwolke daherswingen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit "Jah, Mon" sagen, bezeichnet eigentlich niemand Reggae als seine Lieblingsmusik, aber...

(Noir Désir, Barclay, 1992) 1987 tauchte Noir Désir nach zunehmendem Live-Erfolg auf ("Où Veux Tu Qu'Je R'garde"), zwei Jahre später folgte "Veuillez Rendre L'Âme (à qui elle appartient)", dann nach einer noch längeren Pause 1990 "Du Ciment Sous Les Plaines". 1992 revolutionierte "Tostaky" nicht nur den Stil der Band, sondern brachte die gesamte französische Rockmusik ins Wanken.

(Beth Gibbons & Rustin Man, Go Beat Ltd., 2002) 1994 debütierte Portishead - drei Musiker aus dem gleichnamigen, kleinen englischen Kaff - mit einem Album, das der Musikszene eine neue Stilrichtung bescheren sollte: "Dummy" hieß die Scheibe, TripHop war geboren.

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