:: auf der Leinwand
(Jane Campion, AUS/USA/GB 2003, 119 Minuten) Der neue Streifen der Australierin Jane Campion, bislang nicht sehr bekannt für eine Handvoll engagierter, nüchterner Filme, bei denen man am Schluss oft zwiespältig im Kinosessel saß. Irgend was hatte sie offenbar immer mitzuteilen, das hatte man deutlich gespürt.
('Bully', D 2004, und wen interessieren schon die restlichen Daten) [Anm. d. Red.: heute nur ein s/w-Bild : Mit so einem Müll beleidige ich weder meine Website, noch Ihren Bildschirm. Zur Sache:] Darf man eigentlich einen Film besprechen, den man gar nicht gesehen hat? Juristisch ein Dilemma: darf man natürlich nicht, wo kämen wir denn da hin.
(Terry Zwigoff, USA 2003, 93/100 Minuten) Wer im Lande eines George Bush willkürlich das Bild vom heilen amerikanischen Traum mit der Realität beschmiert, braucht dazu in erster Linie einigen Mumm. Schon viele kritische Geister, allen voran Michael Moore, mussten das erfahren.
(Josef Fares, Schweden 2000, 88 Minuten) Roro ist Libanese, in der zweiten Generation in Schweden, eigentlich recht gut integriert und obendrein glücklich mit der netten schwedischen Lisa. Nein, keine Sorge, Josef Fares' Erstlingswerk kommt trotzdem nicht mit dem bis ans Limit ausgequetschten Standardthema daher.
(Wim Wenders, Deutschland/USA 2003, 103 Minuten) Wim Wenders kann man mögen oder nicht. Letzteres fällt oft leicht, betrachtet man sich anstrengende Streifen wie "Der Himmel über Berlin". Nichtsdestotrotz ist Wenders einer der wenigen deutschen Regisseure, die es in die internationale Oberliga geschafft haben.
(Tim Burton, USA 2003, 125 Minuten) Nach zweijähriger Pause meldet sich Hollywoods Wunderkind und Enfant Terrible Tim Burton auf der Leinwand zurück: "Big Fish" trifft auf hohe Ansprüche, kennt man doch Burtons System, sich nach jedem (existenzsichernden) kommerziellerem Werk (zuletzt "Planet der Affen") wieder ganz unbekümmert seiner anscheinend unerschöpflichen Fantasie hinzugeben.
(Marc Esposito, Frankreich 2003, 107 Minuten) Es muss nicht immer ein gewichtiges Kunstwerk sein. Zwischen kommerziellem Mist und anspruchsvollen Exemplaren der "siebten Kunst", wie die Franzosen das Kino nennen, ist noch Platz für eine andere Kategorie: unterhaltsame, gut gemachte Filme, die dem Zuschauer einen angenehmen Abend verschaffen, ohne seine grauen Zellen übermäßig zu beanspruchen.
(Alejandro González Inárritu, USA 2003, 125 Minuten) "21 Gramm" läuft seit der Oscar-Verleihung nicht mehr nur in ein, zwei Programmkinos, sondern in jedem Laden der Stadt (egal, welcher). Das liegt an Sean Penn, der sich nun von Amts wegen als bester Darsteller bezeichnen darf, was a) die Ausnahme der Regel darstellt, dass die Oscars eine abgekartete Sache ohne jeden Zusammenhang mit filmischer Leistung sind...
(Antes que anochezca, Julian Schnabel, USA 2000, 133 Minuten) Biographien von Intellektuellen oder Künstlern sind leider oft recht zäh, ob als Buch oder Film. Mehr als zwei Stunden Film angefüllt mit der Autobiographie eines politisch verfolgten, cubanischen und zu allem Überfluss auch noch homosexuellen Schriftstellers lassen da das Schlimmste befürchten.
(Clint Eastwood, USA 2003) Aufatmen. In Hollywood entstehen hin und wieder noch Filme ohne Computeranimation, Massenschießereien und spektakuläre Stunts. Clint Eastwood unterstützt einmal mehr diese bedrohte Gattung nicht als Schauspieler, sondern als Regisseur.


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