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:: auf der Leinwand

(Patrice Leconte, F 2002, 90 Minuten) Warum die Franzosen generationenübergreifend unbeirrt ihre nationale Presley-Version namens Johnny Hallyday anhimmeln, muss jedem anderem ein Rätsel bleiben; anfangs ein besserer Peter Kraus, wurde der Mann mit den stets leicht melancholischen eisblauen Augen ohne wesentliche Eigenleistung zur Ikone des gelebten Rock'n Roll.

(Paul Haggis, USA/D 2004, 113 Minuten) Schwer zu toppen. Streifen, in denen Amerikaner (M. Moore) selbst oder die "alten" Europäer (aktuell: L. v. Trier) einen kritischen Blick auf die sozialen Befindlicheiten der USA werfen, sind bekanntlich keine Mangelware.

(Sidney Pollack, USA 2005, 128 Minuten) Solide Sache. Routinier Sidney Pollack liefert nach einer längeren Regiepause einen neuen Streifen ab, bei dem er sich ganz auf drei Dinge verlassen hat: sauberes Handwerk sowieso, dazu eine bemerkenswert souveräne männliche Hauptrolle und einen ebenbürtigen weiblichen Counterpart.

(Wolfgang Murnberger, AUS 2004, 116 Minuten) Aus Östereich erwartet man ja nicht wirklich viel: kalifornische Gouverneure vielleicht, oder seltsame FP-Dings-Bums-Figuren in der Regierung. Kulturell? Hans Moser fällt einem da ein, Mozart(-kugeln), und natürlich - unvergesslich gut - "Kottan ermittelt."

(Alan Parker, USA/D 2003, 130 Minuten) Ein klassischer Catch 22, ein schönes Patt: das Totschlag- Argument (räusper) der Pro-Fraktion in der Diskussion um die Todesstrafe. Das System funktioniere doch - gerade durch die strenge Kontrolle der Kontras könne es niemals zu einer ungerechtfertigten Hinrichtung kommen.

(Jean-Pierre Jeunet, Frankreich/USA 2004, 134 Minuten) Der deutsche Untertitel tut alles, um abzuschrecken: "Eine große Liebe" hat sich der Verleih wohl in der Hoffnung einfallen lassen, die Julia Roberts-Lovestory-Fraktion ins Kino zu locken.

(Brad Anderson, Spanien 2004, 102 Minuten) Würden Fincher und Lynch sich zusammentun, um mal einen so wirklich guten Thriller mit gerade dem richtigen Touch Tiefgang zu drehen, käme wohl etwas in diesem Format dabei heraus - wenn sie alle einen guten Tag hätten.

(Jim Jarmusch, USA 2003, s/w, 95 Minuten) 26 Darsteller, ungezählte Zigaretten, literweise Kaffee, elf Stories, 17 Jahre Drehzeit - ein Film. Jim Jarmusch, zum Kummer der Filmindustrie independent wie eh und je, liefert die vermutlich letzte Fassung eines Films, der 1986 mit einer achtminütigen Aufnahme begann.

(Jane Campion, AUS/USA/GB 2003, 119 Minuten) Der neue Streifen der Australierin Jane Campion, bislang nicht sehr bekannt für eine Handvoll engagierter, nüchterner Filme, bei denen man am Schluss oft zwiespältig im Kinosessel saß. Irgend was hatte sie offenbar immer mitzuteilen, das hatte man deutlich gespürt.

('Bully', D 2004, und wen interessieren schon die restlichen Daten) [Anm. d. Red.: heute nur ein s/w-Bild : Mit so einem Müll beleidige ich weder meine Website, noch Ihren Bildschirm. Zur Sache:] Darf man eigentlich einen Film besprechen, den man gar nicht gesehen hat? Juristisch ein Dilemma: darf man natürlich nicht, wo kämen wir denn da hin.

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