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C(r)ook

(Pepe Danquart, A/D 2004) Was passiert, wenn eine Truppe überwiegend im Fernsehen aktiver Filmschaffender beschließt, so was wie "Snatch" (deutscher Untertitel, man glaubt es kaum: "Schweine und Diamanten") könnte man auch deutsch-österreichisch auf die Beine stellen? "C(r)ook". Der Untertitel ist noch bescheuerter (Basta. Rotwein oder Totsein), das Tempo und die Schauspieler dafür eine Spur weniger quirlig.

Trotzdem reicht es für reichlich originelle Einfälle, überraschende Wendungen und skurrile Ideen. Und als Sahnehäubchen spielt außer Moritz Bleibtreu und einer ganzen Garde dieser Typen, deren Gesichter man aus "Tatort" kennt ohne sich je den Namen zu merken, auch noch Josef Hader ("Silentium!") mit.

Oskar (Henry Hübchen) ist ein Gentleman mit graumeliertem Haar, Gourmet, Koch, äußerst kultiviert, langjähriger Weggefährte eines russischen Geschäftsmannes in Wien und bewährter Knochenbrecher in dessen Auftrag. Im Knast hat er die nette Gefängnispsychologin Maria (Corinna Harfouch) kennen und lieben gelernt, die allerdings ein ein echtes Problem mit seinem Aggressionspotenzial hat. Also soll er aussteigen aus dem Milieu und mit ihr die Biege machen.

Das Milieu in Gestalt des russischen Freundes Konstantin würde ihn sogar lassen, wenn - klar - er noch einen letzten wichtigen Job erledigt und den Widerling Leo umlegt. Begleitet wird er dabei vom vielversprechenden Nachwuchsschläger Valentin (Bleibtreu), der gern auch mal ein bisschen an seiner Kultur arbeiten würde. Beide wiederum beschattet der abgehalfterte Bulle Nowak (Hader). Dass das Ganze nicht glattgehen kann und zu einem Haufen irrwitziger Szenen führen muss, liegt bei diesem Plot auf der Hand - die Frage ist nur, wie es umgesetzt wird.

Danquart und seine Truppe brauchen sich dabei hinter keiner teureren Produktion zu verstecken. Die Ideen spritzen nur so, der Übergang von komödiantisch zu mal eben doch eher recht hart und zurück wird mehrfach ohne Bruch geschafft, das Kippen in den Klamauk vermieden, Langeweile kommt nicht auf und alle Schauspieler sind unverkennbar mit Leib, Seele und Spaß bei der Sache.

"C(r)ook" (wer das mit dem R in Klammern nicht versteht, sollte dringend an seinem Umgangsamerikanisch arbeiten) gibt's natürlich nur noch in ausgewählten Programmkinos und auf DVD. Vermutlich vor allem Dank letzterer ist (Stand August 2006) auch die Öffnet externen Link in neuem Fensteroffizielle Website nach wie vor online!

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