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Cabaret, Cabaret

Kaum windet sich George Bush in einem Lehrstück in Heuchelei, das so glaubwürdig ist wie ein 3 Dollar-Schein, da legt Tony Blair noch einen drauf: Er entschuldige sich zutiefst bei allen, die von britischen Soldaten im Irak misshandelt worden seien, verkündete er am 10. Mai zerknirscht vor den Mikrofonen.

Aaahhhh ja. Räusper. Unfreiwillig komisch, wäre es nicht so ernst, könnte man sich hinschmeißen vor Lachen. Etwas Differenzierung hätte gut getan, denn so entschuldigt er sich, genau genommen, bei allen Irakis, die seit Beginn des Krieges irgendeinem Briten vors Rohr gelaufen sind. Und zwar einschließlich der üblen Burschen, die auf Wegen zu Schaden kamen, die nicht in krassem Gegensatz zu internationalen Konventionen stehen.

Bomb 'em and feed 'em, fassten amerikanische GI in Vietnam zynisch den offenkundigen Widerspruch zwischen PR-gerechten Hilfsprogrammen und Napalm-Bombardements zusammen, mit denen man die Einheimischen gleichermaßen überzog. Double-Think nannte George Orwell die beeindruckende Fähigkeit, augenscheinliche logische Gegensätze zu ignorieren. Blair liefert mit seinem hastigen Versuch, den Kopf aus der Image-Schlinge zu ziehen, ein Beispiel dafür, dass man derlei Techniken als moderner Politiker im Medienlicht erst recht verinnerlichen sollte, wenn auch möglichst etwas weniger tolpatschiger.

Schwamm drüber, netter Versuch, es wissen ja alle, wie's gemeint war, gell: Wir entschuldigen uns zutiefst bei allen, die von britischen Soldaten außerhalb regulärer Kampfhandlungen, Polizeiaktionen und der paramilitärischen Grauzone, die nunmal anfällt, wenn man ein Land besetzen will, aber dann irgendwie doch nicht so recht, misshandelt worden sind. Noch werden. Sollten. Gehabt, ähhh... konnten. Oder so. Für die jedenfalls entschuldigen wir uns nicht, dass das mal klar ist. Cheers!Cabaret, Cabaret

Kaum windet sich George Bush in einem Lehrstück in Heuchelei, das so glaubwürdig ist wie ein 3 Dollar-Schein, da legt Tony Blair noch einen drauf: Er entschuldige sich zutiefst bei allen, die von britischen Soldaten im Irak misshandelt worden seien, verkündete er am 10. Mai zerknirscht vor den Mikrofonen.

Aaahhhh ja. Räusper. Unfreiwillig komisch, wäre es nicht so ernst, könnte man sich hinschmeißen vor Lachen. Etwas Differenzierung hätte gut getan, denn so entschuldigt er sich, genau genommen, bei allen Irakis, die seit Beginn des Krieges irgendeinem Briten vors Rohr gelaufen sind. Und zwar einschließlich der üblen Burschen, die auf Wegen zu Schaden kamen, die nicht in krassem Gegensatz zu internationalen Konventionen stehen.

Bomb 'em and feed 'em, fassten amerikanische GI in Vietnam zynisch den offenkundigen Widerspruch zwischen PR-gerechten Hilfsprogrammen und Napalm-Bombardements zusammen, mit denen man die Einheimischen gleichermaßen überzog. Double-Think nannte George Orwell die beeindruckende Fähigkeit, augenscheinliche logische Gegensätze zu ignorieren. Blair liefert mit seinem hastigen Versuch, den Kopf aus der Image-Schlinge zu ziehen, ein Beispiel dafür, dass man derlei Techniken als moderner Politiker im Medienlicht erst recht verinnerlichen sollte, wenn auch möglichst etwas weniger tolpatschiger.

Schwamm drüber, netter Versuch, es wissen ja alle, wie's gemeint war, gell: Wir entschuldigen uns zutiefst bei allen, die von britischen Soldaten außerhalb regulärer Kampfhandlungen, Polizeiaktionen und der paramilitärischen Grauzone, die nunmal anfällt, wenn man ein Land besetzen will, aber dann irgendwie doch nicht so recht, misshandelt worden sind. Noch werden. Sollten. Gehabt, ähhh... konnten. Oder so. Für die jedenfalls entschuldigen wir uns nicht, dass das mal klar ist. Cheers!

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